Islam

 
Im muslimischen Garten sind zentrale koranische Verse in arabischer und deutscher Sprache sowie Symbole für die “fünf Säulen des Islam“ dargestellt.

 

 

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Islam Tafel3

 

Die fünf Säulen des Islam

Glaubensbekenntnis
Das islamische Glaubensbekenntnis (Schahada) heißt: “Es gibt keinen Gott außer Allah, und Muhammad ist Sein Gesandter“. Es wird hier symbolisiert durch den ersten Buchstaben des arabischen Alphabets (alif), der symbolisch für die Einzigkeit Gottes steht.
Pflichtgebet  
Eine Moschee ist vor allem Gebetsort! Darum steht sie auch für das täglich fünfmalige Pflichtgebet (Salah). Das Pflichtgebet kann überall verrichtet werden. Es gibt eine täglich sich verändernde Zeitspanne, innerhalb derer das Pflichtgebet geleistet werden kann. Das Freitagsgebet, bei dem auch gepredigt wird, gehört als Hauptgottesdienst der Woche auch zu den Pflichtgebeten. Es kann allerdings nur gemeinsam in der Moschee verrichtet werden.
 
Almosenabgabe
Die Armensteuer (Zakah) gehört zu den muslimischen Glaubenspflichten. Sie bringt sowohl die Dankbarkeit gegen Gott für empfangenen Wohlstand als auch die solidarische Barmherzigkeit mit den Schwächeren zum Ausdruck. In ihr liegt die soziale und mildtätige Dimension des Islam begründet.
Fasten
Der islamische Kalender rechnet nach dem Mondjahr. Sobald die Mondsichel wieder erscheint, beginnt ein neuer Monat. Mit dem Ramadan beginnt der Fastenmonat. Von Beginn der Morgendämmerung bis nach Sonnenuntergang soll nicht gegessen und getrunken werden. Die Bedeutung des Fastens (Saum) geht über den Verzicht auf Speise und Getränk weit hinaus. Das Fasten öffnet einen Raum, in dem eigenen ethischen Verhalten besondere Achtung geschenkt wird. Das Fasten soll frei und unabhängig machen vom irdischen Besitz, es soll die Dankbarkeit wachsen lassen für das was Gott dem Menschen schenkt, und es soll zu Solidarität und Barmherzigkeit mit den Armen anstiften. Nach dem Fastenbrechen (Iftar) wird oft im Kreis der Familie, im Freundeskreis oder in der Gemeinde gemeinsam gegessen.
Wallfahrt
Die dargestellte Kaaba weist auf die Wallfahrt (Hadsch) nach Mekka hin. Einmal im Leben sollte jeder fromme Muslim nach Mekka pilgern, wenn er finanziell und gesundheitlich dazu in der Lage ist. Die Wallfahrt folgt einem bestimmten Ablauf, der zum Teil besonders an die Geschichte Abrahams im Koran, erinnert.

 


Tafel 2

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Wenn jemand in seinen Gedanken und in seinem Handeln im Bewusstsein Gottes lebt, dann kann er sowohl im Diesseits als auch im Jenseits auf Seine Wohltaten hoffen. Gott ist gerecht, und damit Er Seine Gerechtigkeit ausüben kann, gibt es im Islam das Prinzip der Verantwortlichkeit. Die Menschen, welche Gutes tun, werden belohnt, und diejenigen, welche schlechte Dinge tun, entsprechend bestraft. Deshalb hat Er das Paradies und die Hölle geschaffen, in die der Mensch unter bestimmten Voraussetzungen gelangt. Die Muslime wissen, dass das gegenwärtige Leben nur von kurzer Dauer ist und dass darauf ein anderes folgt. Das diesseitige Leben ist eine Prüfung, und wenn wir diese Prüfung bestehen, wird uns ein ewiges Leben der Glückseligkeit in der Gemeinschaft von aufrichtigen Menschen im Paradies zuteil. Der Koran (99:7-8) sagt klar: "Und wer das Gewicht eines Sonnenstäubchens an Gutem tut, er sieht es. Und wer das Gewicht eines Sonnenstäubchens an Schlechtem tut, er sieht es."

 


Tafel 3

Islam Tafel1


Der Islam basiert auf einem Kernglauben, dass es keinen Gott gibt, der anbetungswürdig ist, außer dem Einen Gott (arab. Allah). Wenn jemand den Islam annimmt, oder wenn ein Muslim seinen oder ihren Glauben erneuern oder bestätigen möchte, bekennt er seinen Glauben, dass es keinen Gott gibt, der anbetungswürdig ist, außer Allah und dass Muhammad Sein letzter Gesandter ist. Gott alleine ist der Erhalter und der Schöpfer des Universums. Er hat keine Gefährten, Kinder oder Teilhaber. Er ist der Allbarmherzige, der Allerweiseste und der Gerechteste. Er ist der Alles-Hörende, Alles-Sehende und der Allwissende. Er ist der Erste, Er ist der Letzte. Der Tauhid ist der Glaube an den einen Schöpfer des ganzen Universums, Schirk hingegen ist der Glaube an mehrere Götter, entweder parallel zu dem einen Gott oder als Ersatz zu diesem. Der Tauhid erklärt die Menschheit aufgrund eines gemeinsamen Ursprungs zu einer einzigen Gemeinschaft. Die Verschiedenartigkeit der Nationen und Völker haben einen Sinn und negieren die gemeinsame menschliche Brüderlichkeit nicht. Dennoch hat es in der ganzen Menschheitsgeschichte hindurch eine Auseinandersetzung zwischen dem Monotheismus und dem Polytheismus (Schirk) stattgefunden.

 


Tafel 4

Islam Tafel2

 

Ein Gesandter Gottes hat die Aufgabe, das ihm Geoffenbarte zu erläutern, die Menschen anzuleiten und ihnen ein gottergebenes Leben in allen Lebensbereichen modellhaft vorzuleben. Angefangen vom ersten Menschen und Propheten Adam, bis zum abschließenden Propheten Muhammad haben alle die Gottergebenheit (arab.: Islam) verkündeten. Muhammad ist der abschließende der Gesandten Gottes. Er wurde für die Menschen seiner Zeit und für die Zeit danach gesandt. Sein Prophetentum besitzt somit einen universalen und zeitlosen Charakter (s. Koran 33:21; 68:4; 21:107).

 


Mosaik

Mosaikplanung IslamAufgrund des Bilderverbots stehen nichtbildliche Illustrationen kalligrafischer und ornamentaler Art im Mittelpunkt islamischer Kunst. Das Mosaik im Garten der Religionen zeigt ein kunstvolles symmetrisches Ornament, dass durch seine unendlich fortführbare Symmetrie auch für Unendlichkeit steht. Das geometrisches Flechtwerkmuster, das seine Wurzeln in der spätrömisch-byzantinischen Kultur hat, wurde durch die islamische Zivilisation weiterentwickelt. Die Farbgebung ist der Alhambra im andalusischen Granada angelehnt.

 

Viele weitere Informationen zum Islam unter:

www.dmk-karlsruhe.de
www.annur.de
www.ditib.de www.karlsruher-muslime.de
www.moscheenausstellung.de

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