Symbole herunterladen

Garten der Religionen – Die Symbole in den Gartenkreisen (nach Stand Februar 2015)

Religion, Symbol

Aspekte der Deutung

Intereligiöse Perspektiven

Hindu--Religionen

Trimurti--Darstellung

Trimurti: Sanskr. „Aus drei Gestalten bestehend“. Gemeinsame Darstellung der drei Gottheiten Brahma (als verkörperung von Rajas, der Leidenschaft, die schafft) Vishnu ( als Verkörperung von Sattva, der Emotion der [erhaltenden] Güte ) und Shiva ( als Verkörperung von Tamas, des zerstörenden Feuers ] Trimurti Darstellungen wandelten sich im Laufe der Geschichte, so dass zum Beispiel Vishnu in dreifacher Aktivität dargestellt wurde)

Phänomenologische (nicht unbedingt inhaltliche Nähe) zu Trinitätsdarstellungen (Dreikopfdarstellungen zum Beispiel im norwegischen Bergen)

Ganesha

Ganesha: Synskr. „Herr der Scharen“. Populärere indischer Gott mit Elefantenkopf. Wird als „Führer in die Götterwelt und als Helfer in fast allen Alltagsnöten (z.B. Prüfungen) angesehen. Die Eltern Ganeshas sind Shiva und Pravarti. Sein Kopf ging durch den Neid der Götter oder den Hieb Shivas selbst verloren. Der erste Kopf, der zur „Heilung“ bereitstand war ein Elefantenkopf.

Heilige Silbe „OM“ (oder Aum)

Die Silbe wurde noch nicht in den ältesten Schriften der Hindu--‐Religionen, den Veden, sondern erstmals in den Upanishaden eingeführt. Oft als Anfangs--‐ oder Abschluss--‐Silbe bei rituellen Rezitationen zu finden. Sie wird als „höchste Silbe“ (aksam) bezeichnet Die drei Elemente (bei AUM) deuten tönend auf Brahma, Shiva und Vishnu hin. Die Stille am Schluß des Klanges verweist auf das Eingehen in Brahman (=das impersonale, höchste, einzige Prinzip hinter dem Ursprung des Universums)

Ein Vergleich mit religiös bedeutsamen hebräischen Silben oder Worten (Amen /Hallelujah) innerhalb des Christentum ist nur bedingt möglich. Ein Vergleich kann sich lediglich auf evtl. ähnliche Positionierung (Beginn oder Abschluss von Gebeten) beziehen, nicht aber auf die Bedeutungsspannen an sich beziehen.

Devi

Die Devis sind [weibliche] Gottheiten; ähnlich wie die männlichen Devas verkörpern die Devis Naturkräfte. Religionsgeschichtlich hat es sich wohl so verhalten, dass die Devis erst später als göttliche Wesenheiten in die Veden eingefügt wurden. Buddhismus

Buddhismus

Rad des Lebens

Das Rad des Lebens ist ein Symbol für den Kreislauf der Wiedergeburten. In der hier vorliegenden Darstellung ist gegenüber der v.a. im tibetischen Buddhismus vorfindlichen Darstellung deutlich entschärft. A) es fehlt der das Lebensra gewöhnlich „umgreifenden“Dämon Mara (der große Versucher) bzw. Yama (Gott des Todes). B) In den Innenbereichen (Räume zwischen den Speichen) fehlen die Darstellung der Täuschungen und der Verblendungen, die alles Leben umgreift. Fazit: gewählt wurde eine Darstellung, in dem die eigentliche „Härte“ des Lebensrades durch Weglassen gedämpft wurde.

Dies könnte man durchaus mit ästhetisierenden und symbolisierenden Kreuzesdarstellungen im Christentum vergleichen

Buddhastatue

Lag in der Februar--‐Version der Bildinhalte noch nicht als Bild vor

Lotosblüte

[In der Konzeption v. 25.2.2014 vorhanden, in der Konzeption v. Febr. 2015 nicht mehr vorhanden.] Im Buddhismus, aber auch im Hinduismus als Zeichen der Reinheit (von Göttern/von Buddha). Im Buddhismus bedeutsam ist der sog. Lotosbluten--‐Sutra, ein wichtiges Dokument des mahayana Buddhismus. Buddha wird in diesem Text nicht mehr nur als erleuchteter Sterblicher, sondern als erhabenes Wesen mit übernatürlichen Fähigkeiten.

Judentum

Menorah (hebr. Kandelaber) (Siebenarmiger Leuchter)

Biblische Referenztexte: Ex. 25, 31--‐40; Menorah als Element des salomonischen Die geraubte Menorah als Symbol des unterdrückten Judentums: Jer. 52, 19. Menorah auf dem Titusbogen in Rom (Forum Romanum) (Letztere Darstellung dient als Vorbild für die Nationalflagge Israels)

Tempeleinrichtungen in buddhistischen und hinduistischen Tempeln; Licht als zentrales religiöses Symbol

Davidsstern

Lag in der Februarversion (Inhalt nicht [mehr] vor) Christentum

Christentum

Taizétaube (Taizékreuz)

Das Doppelsymbol der Bruderschaft aus Taize beinhaltet einmal zwei wesentliche Grundsymbole des Christentums: Einmal wird Kreuz als Zeichen für Jesus Christus und seinen Tod am Kreuz präsent. Zum anderen ist im Taizékreuz das Symbol der Taube (als Präsez des Heiligen Geistes, vgl.z.B. Lk. 3, 22). Als Emblem der ökumenischen Bruderschaft beinhaltet das „Taubenkreuz“ auch einen starken ökumenischen Impuls. Das „mitschwingende Symbol der Friedenstaube“

Christusmonogramm

Die beiden ineinander gefügten griechischen Buchstaben „Chi“ und „Rho“ stehen für „Christus“. Zunächst als einfache Abkürzung benutzt wird das Christusmonogramm unter Kaiser Konstantin zum siegverheißenden Zeichen erhoben (312 „in hoc signo“ – Sieg Konstantins über Maxentius) Bereits um 269 wurde das Monogramm mit einem Siegeskranz verbunden. Einige christliche Labyrinthe in Kirchen platzieren das Monogramm als Zeichen der heilvollen Präsenz Christi in die Mitte des Labyrinths.

Das Auge Gottes

Das Dreiecksymbol, das sowohl auf die Trinität als auch auf die Allgegenwart Gottes deutet, ist seit der Mitte des 16. Jahrhunderts in ev. und kath. Kirchen präsent, oft auch in Kombination mit dem (von Wolken umgebenen Tetragramm). Man vermutet als zeitlich etwa gleichalte Wurzel die mystischen Schriften des Mystikers Jakob Böhms. Als weit verbreitetes Emblem dient das Symbol in der Schönstattbewegung (rk.).

Das „Auge der Vorsehung“ (Auge im Dreieck) ist als Symbol der Freimauererbewegung. Dort wird es als Gottessymbol verehrt (Gott als der größte Baumeister aller Welten; das Dreieck wird dabei als stiliserter Bauwinkel betrachtet. 3 Religion, Symbol Aspekte der Deutung Interreligiöse Perspektiven

Taufkerze

Die (oft an der Osterkerze entzündete) Taufkerze symbolisiert die existenztragende Bedeutung der Tauf. In der Taufe werden Menschen Verbindung mit dem Tod und der Auferstehung Christi gebracht. Sie sollen in ihrem Leben selbst „Licht der Welt“ werden. Die hohe liturgische Bedeutung der Taufkerze (des Tauflichts) reicht bis ins Mittelalter zurück; allerdings war der Brauch, die Taufkerze zuhause (und nicht in der Kirche) aufzubewahren anfangs jedoch umstritten.

Islam (Symbole entsprechen den 5 Säulen des Islam)

Glaubensbekenntnis (arab. Schahada)

[Beigefügtes Symbol konnte bisher nicht eruiert werden. Handelt es sich um einen arabischen Buchstaben?] Das Glaubensbekenntnis („Es gibt keinen Gott außer Gott und Mohammed ist sein Prophet“) ist im eigentlichen Sinne ein Treueversprechen. Seine Rezitation ist die einzige Bedingung für die Aufnahme in die islamische Umma] In einem weiteren Sinne ist es auch das Versprechen, für seinen Glauben Martyrium und Tod zu erleiden (Vergl. die etymologische Nähe von sahid [Märtyrer] zum Begriff sahada]. Die Sahada beendet auch jedes Pflichtgebet.

Vergleichend können hier Quantität und Qualität der Bekenntnisformeln anderer Religionen verglichen werden (Christentum: Apostolisches Glaubensbekenntnis; Judentum: Schema Jisrael [Vollständig eine Kombination von Dtn 4, 6--‐9; Dtn. 11, 13--‐21 und Num. 15, 37--‐41; Buddhismus: Trisarana der Mönchsgemeinde)

Islamisches Gebet (arab. salat)

Als Symbol wird eine Moschee (vom arab. masgid: Er verbeugte sich) als Ort des Gotteslobes gewählt (vgl. Quran Sure 24, 36). Das täglich zu verrichtende, 5malige Pflichtgebet kann von muslimischen Gläubigen aber auch allein und in kleinen Gruppen vollzogen werden. Konstitutive Bestandteile des Gebets sind eine festgelegte Abfolge von Bewegungen (sog. raka) Eine rituelle Waschung geht jedem Pflichtgebet voraus.

Vergleichende Perspektive: Kirchen und Tempel/Synagoge als Gebetshaus.

Zakat (dem hebr. Begriff entlehnt, zugleich Anlehnung an das arab. zel zaka „Reinheit“)

Das Symbol zeigt den Gestus des Gebens und Empfangens des Zakat. Die Armensteuer wird im Quran (Sure 9, 60) auf 8 Gruppen festgelegt, denen die Zakat zukommen soll. Die Pflichtsteuer unterscheidet sich von der Sadaqa (freiwilliges Almosen an Bedürftige).

Hadsch (Pilgerfahrt)

Als Symbol für die Hadsch wurde die Kaaba (arab. Würfel) gewählt, das Zentralheiligtum in Mekka. Damit ist das Zentrum jener Pilgerreise markiert, die jeder Muslim und jede Muslima einmal im Leben verrichten muss, sofern er/sie gesundheitlich und finanziell dazu in der Lage ist (vergl. Qur‘an Sure 3, 97). Um die Kaaba herum ist die große Moschee (Maschid al haram) errichtet. Die Hadsch findet traditionell am letzten Monat des islamischen Kalenders statt. Am Ende der Hadsch steht das viertägige Opferfest

Fragestellung: Gibt es im Buddhismus, im Christentum im Judentum ein zentrales Heiligtum? Wenn ja, welches?

Saum (Fasten)

Symbol für das Fasten ist der Neumond. Hintergrund: Der Beginn des Fastenmonats Ramadan wird durch die Sichel des Neumondes bestimmt. Sobald zwei zuverlässige Zeugen diese Neumondsichel gesehen haben beginnt der Ramadan. Der muslimische Ramadan orientiert sich am Mondjahr, das Elf Tage kürzer als das Sonnenjahr ist; deshalb „wandert“ der Ramadan innerhalb des Sonnenjahres. Alle erwachsenen Muslime, soweit sie physisch oder psychisch dazu in der Lage sind müssen den Fastenmonat einhalten. Im Ramadan ist tagsüber Essen und Trinken nicht erlaubt. In bestimmten Situationen (Krankheit, Reisen etc.) Kann das Fasten unterbrochen werden. Das tägliche Fastenbrechen (arab. Iftar) findet nach Sonnenuntergang statt. Im Fastenmonat verbindet sich für Muslime körperliche Enthaltsamkeit mit intensiver Selbstbesinnnung über das eigene Leben.

Zum Seitenanfang